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„Desarrollo y soporte“, oder auf  Deutsch „Entwicklung und Unterstützung“,
das bedeutet bbg für mich.

Als Katerin vor einigen Jahren mit ihrer Familie aus Kolumbien kam, war vieles neu und die Wohnungssuche schwierig. Unerwartet ergab sich während ihrer Suche eine berufliche Chance bei der bbg, wo sie seit letztem Jahr ein Praktikum macht. Bald startet sie ihre Ausbildung im Finanzbereich und hat ein Ziel vor Augen: ein langfristiges Zuhause, beruflich und privat. Ein Gespräch über Ankommen, Genossenschaft und gegenseitiges Vertrauen.

Könnten Sie uns zuerst ein wenig über Ihren Hintergrund erzählen und wie Sie zur bbg gekommen sind?

Als ich nach Berlin kam, habe ich von allen Seiten gehört, wie schwierig es ist, eine Wohnung zu finden. Während der Suche habe ich dann zum ersten Mal von Genossenschaften gehört – so etwas gibt es in Kolumbien nicht – und ich fing an, mich darüber zu informieren.

Durch die bbg und das Genossenschaftsmodell habe ich gelernt, wie das Wohnen in Deutschland organisiert ist. Ich habe verstanden, wie die Miete funktioniert, was Nebenkosten sind, wie die Services geregelt sind usw. – das ist alles ziemlich anders als in meinem Heimatland.

 

Wie sind Sie dann zum Ausbildungsprogramm gekommen?

Nachdem ich mehr und mehr die deutsche Sprache konnte, habe ich gezielt bei mehreren Genossenschaften nach Jobs gesucht und mich beworben.

So habe ich die bbg und das Ausbildungsprogramm im Bereich Immobilien gefunden. Ich habe mich beworben, aber als sie meinen Lebenslauf gesehen haben, meinte man,

 

dass Immobilien vielleicht nicht ganz passend sei, weil es dort viele Fachbegriffe und viel juristisches Deutsch gibt – das ist sprachlich ziemlich anspruchsvoll. Um mir eine Chance zu geben, hat man mir die bbg ein einjähriges Praktikum angeboten – als Vorbereitung für eine Ausbildung in der Abteilung Finanz- und Rechnungswesen.

 

Welche Erfahrungen haben Sie bei der bbg seitdem gemacht? Was haben Sie gelernt? Wie haben Sie sich gefühlt?

Ich bin gut angekommen und habe es geschafft, auch dank der tollen Leute bei der bbg, Arbeitsabläufe und Zusammenhänge zu verstehen Für mich war die Verbindung zu den Kolleginnen der wertvollste Teil der Erfahrung.

Als Ausländerin bei der bbg hatte ich am Anfang ein bisschen Angst. Aber die Leute waren total hilfsbereit. Sie waren offen und haben meine Kultur und meine Art zu sprechen respektiert. Ich wurde wirklich integriert. Unsere Zusammenarbeit ist auf Respekt und gegenseitige Unterstützung aufgebaut. Sie nehmen sich Zeit, mir auch schwierige Sachen zu erklären – dafür bin ich sehr dankbar.

 

 

Wie geht es für Sie weiter? Was ist der nächste Schritt oder wie sieht Ihr Weg bei der bbg aus?

Ab dem 11.08. beginnt die 2-jährige Ausbildung für Büromanagement, die ich hoffentlich 2027 erfolgreich abschließe. Meine Chancen auf eine Festanstellung im Anschluss sehen gut aus, wenn ich die Ausbildung bestanden habe.

Die bbg glaubt an mich und möchte, dass ich erfolgreich bin. Sie sehen, dass ich mich entwickle und motiviert bin. Ich kenne viele Leute, die nicht wissen, was eine Genossenschaft ist. Das finde ich schade und nutze jede Gelegenheit, darüber zu reden.

 

Zum Schluss: Haben Sie ein Lieblingswort auf Deutsch, das Sie gelernt haben?

„Entwicklung und Unterstützung.” Das sind meine Lieblingswörter – und sie sind bei meiner Arbeit mit der bbg täglich präsent.